Paderborn. „Nordrhein-Westfalen ist ein Land von Migranten“, stellt der Historiker Christoph Nonn fest. Wie verhält es sich in einem Raum wie OWL, der abseits der großen Metropolen liegt? Dieser Frage geht das Ausstellungsprojekt „Die Ihr Wir – Zuwandern und Zusammenleben in Ostwestfalen-Lippe nach 1945“ nach, das seit dem 4. Oktober im Stadtmuseum zu sehen ist. Ein besonderes Thema ist die Arbeitsmigration. Am 30. Oktober jährt sich zum 65. Mal das Anwerbeabkommen zwischen der Türkei und Deutschland von 1961. In den 1960er Jahren kamen fast 900.000 sogenannte Gastarbeiter aus der Türkei nach Deutschland, viele blieben und gründeten hier Familien. Auch nach Paderborn kamen viele türkische „Gastarbeiter“ und bildeten schnell die größte Gruppe der ausländischen Arbeiter und Arbeiterinnen. So auch der Vater von Recep Alpan, Vorsitzender des Integrationsrats der Stadt Paderborn. „Ich kam mit meinen zwei älteren Brüdern und meiner Mutter 1982 nach Paderborn“, erinnert sich Alpan. „Zuvor wohnten wir bereits zwei Jahre in Hildesheim, bevor mein Vater eine Anstellung in Paderborn annahm.“ Alpans Vater kam schon 1969 nach Deutschland, um die Familie finanziell unterstützen zu können. „Meine Eltern haben für uns entschieden“, stellt Alpan fest. Die erste Zeit sei nicht einfach gewesen, vor allem, um in der Schule anzukommen. „Meine älteren Brüder arbeiteten nach ihrem Abgangszeugnis in der neunten Klasse in einer Fabrik, ich setzte mich durch und absolvierte nach meiner mittleren Reife eine Ausbildung bei Galeria Kaufhof.“ Auf die Zeit des Ankommens blickt er mit einem positiven Gefühl zurück: „Wir wurden herzlich aufgenommen, knüpften Kontakte und konnten unsere Lebenssituation verbessern.“ Der Vater von Nilgün Özel, Paderborner Unternehmerin und Vizepräsidentin des DRK-Landesverbands Westfalen-Lippe, kam mit dem Wunsch nach Deutschland, dass alle seine Kinder hier studieren. „Mein Vater kam 1965 nach Marsberg, ein Jahr später kam ich mit meiner Mutter und meinen Brüdern nach“, erzählt Özel. Ihr Vater war in der Türkei leitender Angestellter in einer Glasfabrik und sah mit dem Umzug eine Chance auf bessere Bildung für seine Kinder. Nilgün Özel kam 1980 zum Studium von Marsberg nach Paderborn und blieb. „Ich wünsche mir, dass die Ausstellung dabei hilft, Vorurteile abzubauen“, blickt sie in die Zukunft. „Nur gemeinsam können wir eine Zukunft für das Land schaffen“, fügt sie hinzu. Zu diesem Thema lädt das Stadtmuseum mit Unterstützung des Integrationsrats der Stadt Paderborn am Mittwoch, 11. November, um 17 Uhr zu einem Erzählcafé ein. Interessierte können dabei in den Austausch kommen und die Ausstellung aus einer anderen Perspektive mit Kurator Dr. Andreas Neuwöhner entdecken. Die Veranstaltung findet im Foyer des Museums statt und ist kostenfrei. Tauschten sich zum Thema „Arbeitsmigration“ aus: (v. l.) Dr. Andreas Neuwöhner (Kurator der Ausstellung), Nilgün Özel (Paderborner Unternehmerin und Vizepräsidentin des DRK-Landesverbands Westfalen-Lippe) sowie Recep Alpan (Vorsitzender des Integrationsrats der Stadt Paderborn). Foto: Stadt Paderborn/Joanna Becker Quelle: Stadt Paderborn Ihr Weg in die Amazonwelt – Jeder der folgenden Amazon Affiliate Links bringt sie zu jedem verfügbaren Artikel auf Amazon – ohne zusätzliche Kosten für Sie Amazon Link zu einem TOP Angebot Überwachungskamera* Amazon TOP Angebot Einbruchsicherung – Alarmanlage* Passende PC’s? Amazon Angebote dazu* Kameras und mehr von Amazon: https://amzn.to/48l0Elf* Schuhe von Amazon: https://amzn.to/3Xzi8UI* Schmuck von Amazon: https://amzn.to/48PLVPc* *Amazon Affiliate Links – Beim Kauf über diese Links erhalten wir eventuell eine Verkaufsprovision – Der Kunde hat keine zusätzlichen Kosten Anzeigen – Klickt für mehr Infos: Mit mehr als 70.000 Abonnenten und Abonnentinnen über alle Kanäle gehören wir mit zu den größten Onlinemedien der Region Erstmalig mehr als 6,0 Mio. Zugriffe monatlich (Stand 06.2026) Sie möchten Werbung schalten? Holen Sie sich gerne unverbindlich und kostenlos ein Angebot von uns: Sie suchen Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen? Holen Sie sich gerne kostenlos und unverbindlich ein Angebot von uns: Beitragsnavigation Schnauzbart für die Männergesundheit: Movember weist auf psychische Gesundheit hin „Mehr als Du siehst!“: Potenziale von Vielfalt erkennen