Höxter. Große Anerkennung für die Stadtentwicklung in Höxter: Beim Architekturpreis 2026 des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten Ostwestfalen-Lippe (BDA OWL) sind gleich zwei Projekte aus Höxter ausgezeichnet worden – die Gesamtgestaltung der Landesgartenschau (LGS) 2023 und das Bahnhofsumfeld Höxter-Rathaus. Die Preise wurden am 7. Oktober im Marta-Forum in Herford verliehen.

Die Landesgartenschau verbindet vier Teilräume – die Wallanlagen, die Weserpromenade, den Archäologiepark im Weserbogen und den Remtergarten am UNESCO-Welterbe Corvey – über eine fast drei Kilometer lange Promenade. Die Jury hob hervor, wie präzise die Bereiche auf ihre jeweiligen Standorte abgestimmt sind und wie sich die Aufenthaltsqualität am Weserufer verbessert hat. „Die Landesgartenschau hat die Stadt über ihre Grenzen hinaus sichtbar verändert“, heißt es in der Begründung. Die Jury sieht in dem Projekt zudem einen wertvollen Beitrag zur Aufwertung ländlicher und eher peripher gelegener Orte.

Beim Bahnhofsumfeld Höxter-Rathaus lobte die Jury insbesondere, wie aus einer infrastrukturellen Aufgabe ein eigenständiger öffentlicher Raum entstanden ist. Sitzstufen nutzen die vorhandene Topografie, ein neues Dach am Bahnsteig bietet Schutz und Orientierung. Trotz der kleinen Dimension entfalte das Projekt eine deutliche stadträumliche Wirkung.

Für die Landschaftsarchitektur beider Projekte zeichnet Franz Reschke Landschaftsarchitektur aus Berlin verantwortlich, beim Bahnhofsumfeld in Zusammenarbeit mit Rimpau Bauer Derveaux Partnerschaft von Architekten. Bauherrin ist die Stadt Höxter. „Wir freuen uns sehr, dass beide Projekte ausgezeichnet wurden“, sagte Franz Reschke. „Bei beiden Projekten ging es darum, eine Vielzahl von Anforderungen in der Gestaltung zusammenzubringen.“

Bürgermeister Daniel Hartmann freut sich über die Auszeichnung: „Die Landesgartenschau hat dauerhafte Freiräume geschaffen.“ Auch die Gestaltung und Einbindung des Bahnhofs in den Stadtraum überzeuge. „Gleichzeitig ist uns bewusst, dass beim Wetterschutz noch Verbesserungsbedarf besteht“, so Hartmann. Die Stadt suche hierfür nach geeigneten Lösungen.

Der Architekturpreis OWL wird alle drei Jahre vergeben. In diesem Jahr wurden 27 Projekte eingereicht, die Jury vergab drei Auszeichnungen und drei Anerkennungen. Ausgezeichnet wurde unter anderem auch das Eingangs- und Ausstellungsgebäude des LWL-Freilichtmuseums Detmold. Die prämierten Projekte nehmen automatisch am landesweiten Architekturpreis Nordrhein-Westfalen teil.

Alle 27 eingereichten Arbeiten sind noch bis zum 25. Oktober 2026 während der regulären Öffnungszeiten im Marta-Forum des Museums Marta Herford zu sehen.

Quelle: Stadt Höxte

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner