100 Jugendliche nehmen die Themen Sport und Bewegung in den Fokus

Kreis Paderborn. Rekordbesuch bei der achten Kreisjugendbeteiligungskonferenz (KJBK): Über 100 junge Menschen kamen zusammen, um dort anzuknüpfen, wo sie bei ihrem Treffen im Juni aufgehört hatten. Die Home Deluxe Arena des SC Paderborn 07 bot den passenden Rahmen, um dieses Mal über das Thema Jugend und Bewegung ins Gespräch zu kommen. Das gemeinsame Ziel der Jugendlichen: mitreden, Dinge anpacken und verändern.

Einleitende Impulse gaben Josi Rohmann vom Kreissportbund und Rasmus Jakobsmeyer vom Stadtsportverband Paderborn. Anschließend stellten sich die Jugendlichen selbst die Frage: Was bewegt mich eigentlich? Und welches Wunsch-Bewegungs- oder Sportangebot ließe sich nachhaltig weiterentwickeln und so in einem Arbeitskreis oder Netzwerk verankern, dass sich junge Menschen angesprochen fühlen?

Zielführend könnte beispielsweise ein "Soziales Netzwerk Sport" sein: eine digitale Plattform, die niederschwellige Angebote für Jugendliche sichtbar macht und einen Austausch über freie Plätze oder Zeiten ermöglicht. Vorstellbar wäre aus Sicht der Jugendlichen eine Vernetzung mit Jugendtreffs und -einrichtungen. Um Teilhabe zu ermöglichen, sollten die Angebote kostenfrei sein. Eine Kooperation mit Sportvereinen und Schulen wäre eine weitere Idee, um beliebte Programme über den Sportunterricht bekannt zu machen und zugleich für das Vereinsleben zu werben. Auch öffentliche Treffpunkte wie Skateranlagen, Bikeparcours oder Fußballplätze könnten durch "Sport auf Rädern" – ein kreisweit eingesetztes Sportmobil – mit zusätzlichen Angeboten belebt werden.

"Diese Ideen und dieses Engagement zeigen, wie viel Potenzial in jungen Menschen steckt, die ernsthaft an der Gestaltung ihres Lebensumfelds teilhaben möchten", resümiert die zuständige Dezernentin des Kreises Paderborn, Annette Mühlenhoff.

21 Jahre jung, aber trotzdem schon alte Hasen im Geschäft sind Annika Köjer und Luca Scharley. Beide begleiten die KJBK von Anfang an und bringen immer wieder frische Impulse ein. "Es macht extrem viel Spaß, Begeisterung mit Menschen zu teilen", erzählt Annika, die sich neben der Uni im Orga-Team der Konferenz und in weiteren Bereichen ehrenamtlich engagiert. "Ich bin da irgendwie reingerutscht", schmunzelt sie – und ist genau dafür dankbar: "Denn nur so wächst ein riesiger Pool an Menschen, die aktiv sind und sich gegenseitig unterstützen." Davon ein Teil zu sein und "aus eigenen Ideen konkrete Projekte werden zu lassen", macht auch Luca große Freude. Für ihn ist das Besondere an der KJBK der Austausch auf Augenhöhe. "Es geht nie um Ideallösungen, sondern darum, dass wir unsere Meinung frei äußern dürfen." Jugendbeteiligung funktioniere nur, wenn sie wirklich gewollt und ernst genommen werde. "Wir können viel bewegen, wenn man uns die Möglichkeit dazu gibt", so Scharley.

"Im Kreis Paderborn werden junge Menschen ernst genommen", betont Carlos Tomé vom Servicebereich Jugend des Kreisjugendamtes. "So richtet die Steuerungsgruppe der KJBK ihre Ideen und Anliegen regelmäßig sowohl an den Jugendhilfeausschuss des Kreises Paderborn als auch an Netzwerke der Jugendhilfe."

Wer selbst Teil der KJBK werden, ihre Arbeit mitgestalten oder Fragen stellen möchte, wendet sich an Carlos Tomé vom Kreisjugendamt, E-Mail: tomec, Tel.: 05251 3085122.

Quelle: Pressemitteilung des Kreises Paderborn
Foto: Kreis Paderborn, Carlos Tomé

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