Hochstift. Mit zunehmender Dunkelheit und herbstlicher Witterung steigen die Anforderungen an Kraftfahrer. Eine vorschriftsmäßige Beleuchtungsanlage am Fahrzeug schützt nicht nur vor Unfällen, sondern bewahrt auch andere Verkehrsteilnehmer vor Gefahren. Experten raten jetzt zur rechtzeitigen Überprüfung. Mit der herannahenden Herbst- und Winterzeit verkürzen sich die Tage spürbar. Dämmerung, Nebel und nasskaltes Wetter führen dazu, dass ein Großteil des Berufs- und Alltagsverkehrs wieder in den dunklen Morgen- oder späten Abendstunden stattfindet. Damit rückt ein zentraler Sicherheitsaspekt in den Fokus: die einwandfreie Funktion der lichttechnischen Einrichtungen am Fahrzeug. Gefahr durch „Einäugige“ Fahrzeuge Im Straßenverkehr lässt sich in dieser Jahreszeit vermehrt beobachten, dass Fahrzeuge mit nur einem funktionierenden Scheinwerfer unterwegs sind. Dieser Zustand stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Ein sogenannter „Einäugiger“ kann von entgegenkommenden Verkehrsteilnehmern leicht mit einem Motorrad oder Moped verwechselt werden – mit fatalen Folgen für die Einschätzung der Fahrzeugbreite und der Abstände bei Überhol- oder Abbiegevorgängen. Fällt auch das zweite Leuchtmittel aus, droht ein vollständiger Blindflug. Der bisweilen praktizierte Versuch, einen defekten Abblendscheinwerfer durch dauerhaft eingeschaltetes Fernlicht auszugleichen, ist verkehrswidrig. Die damit verbundene massive Blendwirkung gefährdet den Gegenverkehr sowie vorausfahrende Fahrzeuge erheblich und provoziert gefährliche Ausweichmanöver. Der Lichttest: Prävention für mehr Verkehrssicherheit Um Gefahrensituationen gar nicht erst entstehen zu lassen, empfiehlt sich die Inanspruchnahme eines professionellen Lichttests in einer Fachwerkstatt. Im Rahmen dieser Überprüfung werden sämtliche Komponenten kontrolliert: * Abblend- und Fernlicht * Stand-, Brems- und Rückleuchten * Blinker, Warnblinkanlage und Nebelscheinwerfer * Korrekte Höheneinstellung der Scheinwerfer (zur Vermeidung von Blendung bei Beladung) Eine regelmäßige Eigenkontrolle – etwa vor einer Garagenwand oder mit Unterstützung einer zweiten Person – trägt ebenfalls dazu bei, Defekte frühzeitig zu bemerken und zeitnah beheben zu lassen. Wichtige Notfallausrüstung: Eine einsatzbereite Taschenlampe Neben den fest installierten Scheinwerfern gewinnt im Pannenfall eine mobile Lichtquelle an Bedeutung. Experten raten dazu, stets eine funktionstüchtige Taschenlampe im Fahrzeug mitzuführen. Sei es beim Radwechsel am Straßenrand, beim Nachfüllen von Wischwasser oder beim Aufstellen des Warndreiecks: Schneller als erwartet entsteht eine Situation, in der zusätzliche Beleuchtung notwendig ist, um Arbeiten durchzuführen und von anderen frühzeitig wahrgenommen zu werden. Wichtig dabei: Batterie- oder akkubetriebene Lampen sollten in regelmäßigen Abständen auf ihren Ladezustand überprüft werden, da Kälte die Kapazität von Akkus mindern kann. Ein funktionierendes Zusammenspiel aus Fahrzeugbeleuchtung und persönlicher Vorsorge leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass alle Verkehrsteilnehmer sicher durch die dunkle Jahreszeit kommen. Beitragsnavigation Achtung Wildwechsel: Im Herbst ist besondere Vorsicht geboten Sicherheit im Straßenverkehr: Warum Sichtbarkeit für Radfahrende in der Dämmerung lebenswichtig ist