Falsch entsorgt ist brandgefährlichASP startet Kampagne zur sicheren Entsorgung von AkkusOb Smartphone, Kopfhörer, E-Zigarette, Spielzeug oder Werkzeug: Batterien und Akkus stecken in zahlreichen Alltagsprodukten. Gelangen sie oder Geräte mit eingebauten Akkus in die Restabfalltonne oder in andere ungeeignete Abfallbehälter, können sie beim Verdichten, Umladen oder Sortieren beschädigt werden und Brände auslösen. Mit der Kampagne „Falsch entsorgt ist brandgefährlich!“ macht der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Paderborn (ASP) auf diese Gefahr aufmerksam und informiert über die richtige Rückgabe.Die Kampagnenmotive sind bereits auf städtischen Werbegroßflächen und digitalen Werbebildschirmen im Paderborner Stadtgebiet zu sehen. Auch ein Abfallsammelfahrzeug wurde mit einem Kampagnenbanner versehen. Auf den Paderborner Recyclinghöfen werden die Motive zusätzlich als großformatige Bauzaunbanner eingesetzt. Zu sehen sind unter anderem E-Zigaretten, Kopfhörer, Smartwatches und Werkzeugakkus, die von Flammen umgeben sind.„Unsere Kolleginnen und Kollegen haben bereits mehrfach erlebt, dass es während einer Sammeltour plötzlich im Fahrzeug qualmt. In solchen Situationen zählt jede Sekunde. Bislang konnten unsere Müllwerker die Gefahr frühzeitig erkennen, den Abfall kontrolliert entladen und die Feuerwehr alarmieren. Darauf dürfen wir uns aber nicht verlassen: Jeder falsch entsorgte Akku kann Einsatzkräfte und Passanten gefährden und im schlimmsten Fall ein Sammelfahrzeug oder eine Entsorgungsanlage in Brand setzen“, erklärt Burkhard Helle, Einsatzleiter der Abfallentsorgung beim ASP.„Auch auf unseren Recyclinghöfen haben falsch entsorgte Elektrogeräte mit eingebauten Akkus bereits Brände in Pressen ausgelöst. Durch das schnelle und besonnene Handeln unserer Mitarbeitenden konnten die Brände rechtzeitig eingedämmt werden, sodass es glücklicherweise bei Sachschäden blieb“, ergänzt Jörg Münster, stellvertretender Betriebsleiter des ASP.Das besondere Risiko lithiumhaltiger Batterien und Akkus liegt in ihrer hohen Energiedichte. Werden sie beschädigt, starkem Druck oder hohen Temperaturen ausgesetzt, können sie sich stark erhitzen und entzünden. Genau diesen Belastungen können falsch entsorgte Akkus in Abfallsammelfahrzeugen, Pressen und Sortieranlagen ausgesetzt sein, wenn Abfälle verdichtet, umgeladen oder mechanisch verarbeitet werden.Die zentrale Botschaft der Kampagne lautet deshalb: „Akkus und Batterien sind nix für die Tonne.“ Altbatterien und lose Akkus müssen getrennt gesammelt werden. Sie können kostenlos bei den entsprechenden Rücknahmestellen des Handels oder auf den ASP-Recyclinghöfen abgegeben werden.Elektrogeräte mit fest eingebauten Akkus gehören vollständig in die Elektroaltgerätesammlung. Lassen sich Batterien oder Akkus zerstörungsfrei aus einem ausgedienten Gerät entnehmen, müssen sie vor der Geräteabgabe entfernt und separat zurückgegeben werden. Auf keinen Fall dürfen Batterien, Akkus oder Elektroaltgeräte über die Restabfalltonne oder andere Abfallbehälter entsorgt werden.Besondere Vorsicht ist bei beschädigten, ausgelaufenen, verformten oder aufgeblähten Akkus geboten. Sie dürfen nicht weiterverwendet oder geöffnet werden. Bei lithiumhaltigen Batterien und Akkus sollten die Pole vor Lagerung und Transport mit Klebeband abgeklebt werden, um Kurzschlüsse zu vermeiden. Beschädigte Akkus sollten in einem geeigneten, verschließbaren Behälter transportiert und bei der Abgabe direkt dem Personal übergeben werden. Auf sichtbare Beschädigungen ist ausdrücklich hinzuweisen.„Mit unserer Kampagne machen wir eine konkrete Gefahr sichtbar, die unsere Beschäftigten in der Abfallwirtschaft unmittelbar betrifft. Jeder korrekt zurückgegebene Akku reduziert das Brandrisiko und schützt unsere Mitarbeitenden, Einsatzkräfte und Anlagen. Gleichzeitig trägt die getrennte Sammlung dazu bei, wertvolle Rohstoffe sicher zurückzugewinnen“, betont Dr. Dietmar Regener, Betriebsleiter des ASP.Weitere Informationen zur richtigen Entsorgung von Batterien, Akkus und Elektrogeräten gibt es auf der Website des ASP.Beschreibung: Müllwerker Fadi Alzahrani und Eugen Kappes (v.l.) präsentieren das Aktionsplakat vor ihrem Einsatzfahrzeug.Bildrechte: Stadt PaderbornFotograf: Jan GrunauAufnahmeort: Paderborn Beitragsnavigation Schwerer Verkehrsunfall auf der BAB 44 Paderborn Fußgängerüberweg am Querweg wird ausgebautFußgängerüberweg am Querweg wird ausgebaut